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Weihnachten
  • Ideen zur Weihnachtsfeier
Weihnachtsbräuche an Heiligabend

Weihnachtsbräuche an Heiligabend

Jedes Jahr wieder freut man sich auf das Weihnachtsfest und fiebert schon vier Wochen, in der sogenannten Adventszeit auf das Weihnachtsfest hin! Und auch wenn der Verlauf des Heiligen Abends und auch der beiden Weihnachtsfeiertage fast immer der Gleiche ist, ist es jedes Mal auf Neues schön! Denn an Weihnachten gilt, je klassischer und traditioneller die Weihnachtsbräuche desto besser!

Doch welche Traditionen gehören zu solch einem klassischen Heiligabend?

Der Heilige Abend (24. Dezember) oder auch Heiligabend genannt, ist der Vorabend des Weihnachtsfestes (25. Und 26. Dezember). Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu, der laut der Christen in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember geboren wurde. Somit ist der der Heilige Abend bereits ein wichtiger Teil des Weihnachtsfestes. In Deutschland findet die familiäre Weihnachtsfeier mit Bescherung und Festessen auch an diesem Tag beziehungsweise am Abend statt. Doch zum Beispiel in Großbritannien und in den USA findet die Bescherung erst am ersten Weihnachtstag statt. Zum traditionellen Heiligabend gehört auch für die Meisten die Teilnahme an ein einem Gottesdienst, entweder am späten Nachmittags oder um Mitternacht, übrigens auch für viele Nicht Kirchgänger ein gern vollzogener Weihnachtsbrauch.

Gottesdienst: In vielen Familien ist es üblich gemeinsam einen Gottesdienst zu besuchen, entweder am späten Nachmittag oder um Mitternacht. Den Gottesdienst am späten Nachmittag nennt man Chrisvesper. Vespa ist das Abendgebet in der Kirche und mit der ersten Chrisvesper wird das Weihnachtsfest eingeleitet. In den meisten Gottesdiensten am Nachmittag ist das Krippenspiel ein wichtiger Bestandteil. Um Mitternacht findet dann immer die Chrismette statt. Christmette ist vom Ursprung her das in der heilige Nacht gesungene Morgengebet. Heute wird dieser Weihnachtsbrauch auch die Heilige Messe genannt und findet immer in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember statt.

Krippenspiel: In den meisten Gottesdiensten am Heiligabend wird ein Krippenspiel aufgeführt, was die Weihnachtsgeschichte, also die Geburt Jesu erzählt. Oftmals führen Kinder das Krippenspiel auf, um auch anderen Kindern die Weihnachtsgeschichte näher zu bringen. Das sogenannte Krippenspiel mit Maria, Josef und dem Christuskind als zentrale Hauptfiguren gibt es so schon seit dem 10. Jahrhundert. Das Krippenpiel ist aber eigentlich eine Weiterentwicklung des Weihnachtsspiels bzw. eine verkürzte Version. Denn das Weihnachtsspiel enthielt neben der Geburt Jesu auch weitere Szenen aus der Bibel wie die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies.

Weihnachtsessen: Häufig folgt das Weihnachtessen nach dem Besuch der Kirche und vor der Bescherung oder nach dem Gottesdienst und nach der Bescherung! Das kommt wohl meistens auf das Alter der Kinder an, ob die sich noch gedulden können oder nicht, bis sie die Geschenke auspacken dürfen. Bei dem Weihnachtessen sind regional Unterscheide zu erkennen. Bei uns in Deutschland gibt es am Heiligabend bei vielen Familien einfache Mahlzeiten wie Kartoffelsalat und Würstchen und am ersten Weihnachtstag folgt dann die traditionelle Weihnachtsgans oder der Weihnachtskarpfen. Woher der Brauch mit dem Kartoffelsalt und den Würstchen kommt ist nicht ganz nach zu vollziehen. Es geht hier wohl einfach darum, dass das Essen schnell zubereitet werden kann, da man am 24. Dezember meistens noch viel erledigen muss wie den Weihnachtsbaum aufstellen und die letzten Geschenke einpacken und so weiter.

Die Tradition mit dem Weihnachtskarpfen kommt aus dem Mittelalter, da die Adventszeit eine Fastenzeit war und somit auch noch der Heilige Abend und so wurde früher schon an diesem Tag Fisch zubereitet. Erst am ersten Weihnachtstag kam also der Weihnachtsbraten mit den Klößen auf den Tisch!

Die typische Weihnachtsgans kommt auch Großbritannien und dieser Brauch kam dann nach 1600 nach Deutschland. Dass in Großbritannien die Tradition der Weihnachtsgans entstand, hat eigentlich mehr mit dem Sieg der englischen Flotte über die spanische Armada zu tun als mit Weihnachten. Denn gerade als Elisabeth I Ihr Festmahl am Heiligabend 1588 zu sich nahm und die Gans verspeiste erfuhr Sie von diesem Sieg und aus Freude über diese Nachricht ließ sie die Gans zum unverzichtbaren Bestandteil des Weihnachtsessens erklären.

Bescherung: Wer freut sich an Weihnachten nicht auf die schönen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum? Der Vorläufer dieses Brauches ist allerdings die Gabenverteilung am 6. Dezember, dem Nikolaustag. An die Stelle des Heiligen Nikolauses trat dann irgendwann der Heilige Christ und seitdem gibt es die Bescherung am Heiligabend. Zunächst gab es auch nur Geschenke für die Kinder und sie durften diese auch erst nach der Mitternachtsmesse auspacken. Doch im Laufe der Zeit wurde diese Zeremonie auf den Vorabend verlegt. Je nach Region oder Konfession bringt das Christkind, der Nikolaus oder der Weihnachtsmann die Geschenke. Alle sind Symbolfiguren des weihnachtlichen Schenkens. Erwachsene erzählen ihren Kindern, dass sie ungesehen an Heiligabend oder in manchen Regionen auch in der Nacht zum 25. Dezember in die Häuser kommen und die Weihnachtsgeschenke bringen.

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